Das PJ als Chance

 


Präambel

Zwischen Famulatur und Assistenz haben angehende Mediziner ein bedeutendes Ausbildungsintervall – das Praktische Jahr (kurz: PJ). Während dieser Zeit, haben die Studierenden nicht nur die Möglichkeit in verschiedenen Abteilungen oder Kliniken Praxiserfahrungen zu sammeln, sie lernen auch das Haus von innen kennen. Während Famuli in der Regel nur 30 Tage im Praktikum verbringen, und die spätere Assistenzarztstelle eine vertragliche Bindung bedeutet, bietet das PJ einen 12-monatigen Einblick in den Arbeitsalltag vor Ort. Mit allen Licht- und Schattenseiten. Es sind diese Erfahrungen, die am Ende des Medizinstudiums darüber entscheiden, welche Fachrichtung eingeschlagen wird, und ob das Krankenhaus/Klinikum für die weitere berufliche Laufbahn in Frage kommt. Wer sich als Arbeitgeber im Rahmen des Praktischen Jahrs attraktiv präsentieren möchte, muss heutzutage also mehr bieten als Log-Bücher, Leistungsspektren oder Kennzahlen. Dem Ärztenachwuchs sollte eine positive Zukunftsperspektive vermittelt werden, die über die reine Bildungsaufgabe hinausgeht.

Unser Kunde positionierte sich in diesem Zusammenhang neu und hat mit dem Medizincampus Wesel ein Konzept für die Zukunft erarbeitet. Ein wichtiger Baustein im Personalmarketing war die Bewerbung als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen (UDE).
 

Anforderungen und Voraussetzungen

Für die Bewerbung als Akademisches Lehrkrankenhaus/-klinikum (ALK) müssen die formalen Voraussetzungen gemäß der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) erfüllt sein. Darüberhinaus sollten die hausinternen Möglichkeiten für ein praxisnahes, den/die PJler/in positiv prägendes Mitwirken im medizinischen Alltag voll ausgeschöpft werden. Hierzu können beispielsweise der Einsatz in spezialisierten Fachabteilungen mit besonderer medizinischer Ausstattung mittels Rotationsverfahren gehören, wodurch sich das Wahltertial für den Medizinnachwuchs besonders attraktiv gestaltet. Wichtig sind auch Dinge, die außerhalb der Curricula liegen. In einer offiziellen Bewerbung müssen diese Angebote explizit erwähnt werden – sie besteht insofern aus „Pflicht und Kür“. Nicht auf alle Gegebenheiten hat der Bewerber direkten Einfluss, z.T. müssen die Besonderheiten auch erst definiert, gefunden und ggf. geschaffen werden.

Nachfolgend einige Beispiele:
Kooperation mit medizinischen Zentren
Einbindung des Hauses in ein Expertennetzwerk
Mitwirkung an besonderen Projekten
Einsatz modernster Technologien
Unterbringung (z.B. PJ-Appartement)
Versorgung (inkl. Bezahlung)
verkehrstechnische Anbindung an die Lehruniversität
lokale Gegebenheiten (Regionales, Freizeitmöglichkeiten)
 

Bewerbungsphase 1

Das Evangelische Krankenhaus Wesel hat zu diesen Punkten ein umfassendes Konzept erarbeitet. Selbstverständlich werden dort grundsätzlich sämtliche Anforderungen gemäß ÄApproO erfüllt. In einem übersichtlich gestalteten Bewerbungs-Dossier sollte dieses Konzept an der UDE vorgestellt werden. Die gestalterische Konzeption inkl. der Produktion lag dabei in unseren Händen. Da die Bewerbung parallel auch in digitaler Form eingereicht werden muss, gestaltete scape zusätzlich eine Daten-CD als Beilage mit entsprechendem CD-Label und Karton-Cover.

 



 

Referenzdaten:
Titel: „Dossier – Bewerbung als ALK“
Genre: Einlagenbroschur
Autor: Prof. Dr. med. J. Litmathe
Herausgeber: Evangelisches Krankenhaus Wesel GmbH
Format: DIN A4
Farbe: 4/4-c CMYK Euroskala
Umfang Inhalt: 114 Seiten
Abbildungen: ca. 6 Photos, Abbildungen u. Illustrationen
Layout: 1-spaltig
Schrift/grad: 11 Punkt Neue Helvetica® Light
Druck: Digitaldruck 4/4-c CMYK Euroskala
Papier (Inhalt): 135g/qm Bilderdruck matt
Papier (Umschlagbogen): 170g/qm Bilderdruck matt
Druckerei: WUB Druck GmbH, Rahden
Bindung: Klebebindung
Auflage: 5 Stück
Produktionszeit gesamt: ca. 1 Monat (ohne Autorenarbeit)
Referenzdaten:
Titel: „Digitales Dossier – Bewerbung als ALK“
Genre: CD-Cover und -Label, Pappschuber
Herausgeber: Evangelisches Krankenhaus Wesel GmbH
Format: Pappschuber 130 x 130 mm
Farbe: 4/4-c CMYK Euroskala
Umfang Inhalt: Vorder-/Rückeite
Druck: Digitaldruck 4/4-c CMYK Euroskala
Papier: ca. 350g/qm Chromolux-Derivat
Druckerei: WUB Druck GmbH, Rahden
Produktion: Konfektionierung per Hand
Auflage: 5 Stück
Produktionszeit gesamt: ca. 2 Tage

 

Bewerbungsphase 2

Nach der offiziellen Berufung des Kunden zum Akademischen Lehrkrankenhaus der UDE im April 2021 begann die 2. Bewerbungsphase. Nun galt es, den medizinischen Nachwuchs direkt anzusprechen und für ein PJ im EVK Wesel zu werben. Hierfür konzipierte die Unternehmenskommunikation den zeitnahen Release einer (zunächst digitalen) PJ-Infobroschüre, welche scape kurzfristig realisiert hat. Zusätzlich stellte sich das Haus erstmal auf dem, coronabedingt virtuellen, Tag der PJ-Ausbildungsstätten (via OpenCampus) mit der Broschüre, Filmsequenzen, Arztinterviews und einem ausführlichen PJ-Guide bei den Studierenden vor.

 


 

Referenzdaten:
Titel: „PJ-Ausbildung“
Genre: Infobroschur für Studierende
Autorin: Prof. Dr. J. Litmathe; E. Klingler, UK
Herausgeber: Evangelisches Krankenhaus Wesel GmbH
Format: DIN-lang
Farbe: 4/4-c CMYK Euroskala
Umfang Inhalt: 34 Seiten (digitale Version)
Abbildungen: ca. 12 Photos, Abbildungen u. Illustrationen
Layout: 1-spaltig
Schrift/grad: 11 Punkt Neue Helvetica® Light
Druck: Offsetdruck 4/4-c CMYK Euroskala
Papier (Inhalt): 135g/qm Bilderdruck matt
Papier (Umschlagbogen): 170g/qm Bilderdruck matt
Druckerei: WUB Druck GmbH, Rahden
Bindung: Klammerheftung
Produktionszeit gesamt: ca. 12 Tage (ohne Autorenarbeit)

 

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Text: © H.C.Wichert
Titelbild: © AdobeStock | Datei: #281831OO9 | Urheber: Welnhofer Designs
Layout – Dossier/CD/Infobroschüre: © scape | grafische anstalten

 
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