lektorat


Ein kurzer Text über gute Texte

Ein guter Text aus der Feder eines erfahrenen Texters ist in der Regel insofern erhaben, als dass er bereits, vor Übergabe, einer Eigenkontrolle unterzogen wurde. Ein guter Text wurde vom Autor auf Herz und Nieren, auf Gift und Galle geprüft. Dieses Querlesen untersucht den Text objektiv auf die folgenden sechs Kriterien hin:

Konsistenz und Kohärenz
Objektivität
Reflexion
Stil
Orthographie (ggf. via Korrektorat)
Ausdruck

Damit sind als Ergebnis niveauvolle, qualitativ hochwertige Texte zu erwarten, die dem individuellem Anspruch der Leserschaft gerecht werden. Dies bedeutet übrigens auch: leichtverständliche und -verdauliche Texte für Laien, die sich beim Lesen weder quälen noch langweilen wollen, sowie andererseits wissenschaftlich korrekte Texte für das Fachpublikum. In jedem Fall müssen Texte gut strukturiert, sinnvoll gegliedert und vorallem korrekt in Textform und Wortwahl sein. Im Sinne des Ausdrucks, muss die Textaussage aus Sicht des Lesers unmissverständlich sein. Falsche Interpretationsmöglichkeiten müssen ausgeschlossen werden, es sei denn, sie sind beabsichtigtes Stilmittel (z.B. Wortspiel, Doppeldeutigkeit, Ironie, Übertreibung, Komik).

Realismus des Alltags

Bedauerlicherweise wird im Agenturalltag allzuoft auf Texter verzichtet. Das spart immerhin den Lektor. Ob man sich als seriöses Unternehmen jedoch einen Gefallen damit tut, ist fraglich. In vielen Krankenhäusern und Kliniken übernehmen Mitarbeiter*innen der Unternehmenskommunikation das Texten. Abgesehen davon, dass manchen die entsprechende journalistische Ausbildung fehlt, oder mindestens das nötige Talent, entfällt im Endeffekt fast immer die objektive Prüfung. In Folge sollen Manuskripte verarbeitet werden, die aus Kundensicht – in diesem Fall aus Sicht der Ärzteschaft – vielleicht korrekt, allerdings als reine Aufzählung der medizinischen „Möglichkeiten“ nicht zur Vertrauensgewinnung der Patienten geeignet sind. Besonders bei medizinischen Leistungen, die hochemotionale Themen betreffen, sollten die darzustellenden Fakten, zum Beispiel das Leistungsspektrum einer onkologischen Abteilung, sensibel in eine empathische Sprache „übersetzt“ werden. An Krebs erkrankte Patienten und deren Angehörige sollen sachlich informiert werden, jedoch muss gleichzeitig auch ein emotional positives Bild der Abteilung gezeichnet werden.

Auf sachlicher Ebene:
Kompetenz → med. Portfolio, Zertifizierungen
Erfahrung → Zeitrahmen, Curriculum vitae, Fallzahlen
Reputation → (Patientenberichte/-bewertungen)
Vermeidung von Heilversprechen → Sprachstil

Auf emotionaler Ebene:
Empathie → Betreuung, Aufnahme
Humanität → Pflege
Kommunikation → Ansprechpartner
Vertrauen → siehe o.g. sachliche Ebene
Hoffnung → Sprachstil
Aufklärung → Ängste ansprechen


Mein Portfolio

Lektorat (in Zusammenarbeit mit Texter*innen/Lektoren)
Zielgruppenanalyse (B2B/B2C)
Kritisches Gegenlesen und Diskussion
Objektive Prüfung
Inhaltliche Gesamtstruktur
Wortwahl und Sprachestil
Korrektorat
Übersetzungen/Fachübersetzungen


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