20 Jahre Werbeagentur am Niederrhein

 


Danke

Sehr geehrte Kunden,
liebe Freunde und Partner,
verehrte Kollegen.

Als Grafik Designer bin ich froh, einem Netzwerk von Experten anzugehören, in dem nicht nur ästhetische Fragen der Werbung im Mittelpunkt stehen – vielmehr sind es konzeptionelle Aufgaben, die durch eine Berufsethik kritisch geprüft und mit handwerklicher Finesse gelöst werden wollen. Ich habe bereits heute Vormittag versucht, Ihnen einen Einblick in meinen Antrieb, meinen Glauben und meine Überzeugung als empathischer Designer zu geben. Als Christ ist das Evangelium für mich eine ständige Inspirationsquelle für mein Handeln, wobei meine Vision dem Grundsatz der Personalität folgt: „alle unterschiedlich, alle gleich“, alle sind einzigartig in einer Gesellschaft, die alle einbezieht. So wie wir über die Religion sagen, dass sie ohne konkretes Handeln nichts ist, gilt das Gleiche für soziale oder sozialverträgliche Werbung. Ich habe versucht, dies in meinem gestalterischen Leben auf den verschiedenen Ebenen zu konkretisieren – als Grafiker, als Chef, als Ausbilder, als Ehrenamtlicher – im Zusammenhang mit den Herausforderungen, Erwartungen und Ängsten der Umworbenen, beispielsweise in der werblichen Darstellung der onkologischen Therapie oder der Paliiativmedizin.

Als demokratische Gestalter*innen müssen wir uns mit einer offenen, pluralistischen Gesellschaft auseinandersetzen, in der sich „Gesinnungsethik” und „Verantwortungsethik“ gegenseitig herausfordern. Mein langjähriges Engagement in, meine Verbindungen zu und Zusammenarbeit mit den christlichen Trägern auf lokaler, regionaler und sogar nationaler Ebene haben zu Entscheidungen geführt, die auch die Rechte und Perspektiven der Betroffenen bzw. Mitbetroffenen wahren. Gleichzeitig resultierten sie in konkreten Projekten mit Ärzten, Zahnärzten, Medizinischen Versorgungszentren, Krankenhäusern und Kliniken – bis hin zum Hospiz. Als Beispiele nenne ich unser frühes Engagement für eine einfühlsame Kinderzahnheilkunde und gegen Zahnarztphobien im Allgemeinen, altersgerechte Aufklärung beim Thema Kinderanästhesie, die Verbesserung der Werbung zum Thema Onkologie und des sozialen Dialogs zwischen Ärzten, als „Götter in weiß“ oft gefürchtet, und den ratsuchenden Patienten, oder die Einführung des Grundsatzes der emphatischen Ehrlichkeit im Bereich des Hospizes.

Wir haben natürlich nicht immer alles erreicht, aber meine Kompassnadel blieb immer auf unser gemeinsames Ziel – das Gute in der Werbung – ausgerichtet.

Das möchte ich im Rahmen unserer Möglichkeiten fortsetzen. Ich bin Ihnen allen für das, was Sie gemeinsam mit uns in den letzten zwei Jahrzehnten erreicht haben, sehr dankbar. Mein besonderer Dank gilt dem Mitbegründer von scape, Sascha Ballweg, der im Laufe der Jahre eine wichtige Stütze war und mit seinen Innovationen, gleich welcher Art, das Unternehmen in seiner Ausrichtung maßgeblich geprägt hat. Seine menschlichen, moralischen Werte werden auch in Zukunft weiter bedeutsam sein.

Mit Zuversicht und Entschlossenheit wollen wir gemeinsam auf die Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft blicken. Es gilt den sogenannten Pflegenotstand durch gute Personalpolitik zu bekämpfen, auch im Bereich Personalmarketing und Public Relations müssen also die Weichen gestellt werden. Möglichst bald! Denn die Telemedizin steht vor der Tür und damit die Automatisierung. Hier gilt es Chancen zu nutzen, aber ebenso müssen wir darauf achten, die Empathie und Menschlichkeit im Umgang mit Patientinnen und Patienten nicht aufzugeben. Dass uns wohlmöglich die Algorithmen, gleichwohl Benchmarks, Scorings und Kennzahlen, sämtliche Entscheidungen abnehmen werden, sollten wir nicht hinnehmen. Diesbezüglich dürfen wir in der Außendarstellung keine falschen Erwartungen wecken, so verlockend die Nutzung modernster Technik in den Praxen und Häusern auch sein mag. Hier sehe ich meine Aufgabe, als Schnittpunkt zwischen Patient und medizinischem Dienstleiter mit Bedacht zu agieren.

Auf weiterhin gute Zusammenarbeit in diesem Sinne! Danke.


 

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Text: © Hans-Christian Wichert [Rede vom 01.08.2020}
Titelbild „Desktop/0% confomity“: © Composing: H.C.Wichert