Informations-Overkill: Mehr Mut zur Übersichtlichkeit!


On- und offturnende Werbung

Es ist meine Erfahrung, dass Kunden angesichts astronomischer Schaltungskosten, besonders im Printbereich, auf kleinstem Raum so viel Informationen wie möglich unterbringen wollen. „Fehlt nur noch: ‚Kostenlose Parkplätze hinterm Haus‘!“ frotzelten wir früher, wenn der kundenseitig vorgeschlagene Anzeigentext mal wieder vorne und hinten nicht passte. Heutzutage ist es kaum besser geworden, eher schlimmer. Das allerdings, bitte ich nicht falsch zu verstehen. Als glühender Verehrer klassischer Werbung (siehe VW-Werbung oben), erscheint mir eine ausführliche Copy (siehe unten) durchaus sinnvoll. Dieser Textanteil muss aber in einem gesunden Verhältnis zu Headline, Claim und Motiv stehen – sowohl inhaltlich als auch gestalterisch.

Die Kunst der guten Werbung besteht unter anderem darin, das Dreigestirn aus Kunde, Texter und Grafiker zum Konsens zu bewegen, ohne dass sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. In der Praxis nicht immer ein leichtes Unterfangen. Das Problem beginnt im Endeffekt schon beim Auftraggeber, welcher logischerweise von seinem Produkt/Angebot begeistert ist und dieses angemessen beworben wissen will. Doch was ist aus seiner Sicht angemessen? Und was sagt der Werbeprofi dazu?

Plakate Volkswagen/Käfer: © DDB International
Plakat Deutsche Post: © GGK Düsseldorf

△